Vorträge im Café 

Prof. Dr. Werner Weisweiler organisiert alle 14 Tage einen Gastvortrag in den Räumen des RMR.

 

Einlass ab 18 Uhr - Beginn 19 Uhr - mit Bewirtung - Eintritt frei. 

 

 

 

 

30. November 2018, 19 Uhr: Gabriele Busche, Pforzheim

100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts

Vortrag aus Anlass der Ausstellung zum Thema im Römermuseum

 

08.  Februar  2019,  19 Uhr:    Siegfried Netzband, Tiefenbronn

Die Sonnenuhr, ältestes kosmisches Messinstrument der Menschheit

Die Sonne bestimmt den Rhythmus unseres Lebens.  Bereits im Neolithikum haben die Menschen den Lauf der Sonne genutzt und gemessen.  Die Lehre von den Sonnenuhren (Gnomonik; hier mit SU abge­kürzt) umfasst die Entwicklung von Stonehenge sowie den religiös begründeten SU des frühen Christen­tums und des Islams über die filigranen Schmuck-SU der Renaissance bis zu den computergesteuerten SU heute.  Nach der Erfindung der mechanischen Räderuhren waren SU zunächst immer noch nötig, um die Genauigkeit der „öffentlichen Zeit“ sicherzustellen.  Als Kulturgut haben aber die SU keinesfalls ausge­dient.  Weltweit werden SU als Kunstwerke neu geschaffen.  Im Vortrag wird anhand „Römischer Sonnen­uhren“ das heute noch zugrunde liegende geistige Handwerkszeug aus Mathematik, Physik und Astrono­mie erläutert.  Mit dem Vortrag soll das Interesse am Kulturgut >SU< geweckt werden und damit auch den „rätselhaften“ Zifferblättern näherzukommen.

 

22.  Februar  2019,  19 Uhr:    Dr. Jakob Eisler, Landeskirchliches Archiv Stuttgart,

Deutsche in Jerusalem im 19. Jahrhundert

Der evangelische Theologe berichtet, wie die deutsche Missions- und Siedlungstätigkeit in Jerusalem im 19. Jahrhundert tiefe und bleibende Spuren hinterlassen hat, in der Stadtplanung wie in der Landwirt­schaft, im Handwerk wie in der beginnenden Industrialisierung, in Erziehung und Bildung, Krankenwesen und Diakonie, bis zum heutigen Tag.

 

15.  März  2019,  19 Uhr:    Gerd Müller, Remchingen

Die Weimarer Republik:  Anfang und Ende der ersten deutschen Demokratie –

Schwieriger Beginn (1918 – 1923)
Vor genau einhundert Jahren wurde die erste demokratische Verfassung für Deutschland erarbeitet.  Doch von Beginn an waren die Vorzeichen ungünstig, waren doch die verantwortlichen Politiker mit Altlasten wie die Konsequenzen des verlorenen Weltkriegs und neu auftauchenden Schwierigkeiten konfrontiert.  Der Vortrag wird auf die komplizierten Entstehungsbedingungen der Weimar Republik und die Entwick­lungen der ersten Jahre eingehen.
 

05.  April  2019,  19 Uhr:    Gerd Müller, Remchingen

Die Weimarer Republik:  Anfang und Ende der ersten deutschen Demokratie –

Stabilisierung und Zerstörung (1924 – 1933)

Nach einer Phase der wirtschaftlichen und außenpolitischen Erholung begann mit der von Amerika aus­gehenden Weltwirtschaftskrise der endgültige Untergang der Weimarer Republik, der aber trotz der Umstände nicht zwangsläufig war, sondern von einigen beteiligten Personen und Gruppen billigend in Kauf genommen oder bewusst forciert wurde.  „Die erste deutsche Republik … stellt ein so klares und eindringliches Beispiel für die Stabilisierung, die Krise und den Verfall einer Demokratie dar, dass er seit je als typischer Fall eine besondere Beachtung gefunden hat“ (K. D. Bracher 1975) – und gerade heute auch finden sollte.

 

10.  Mai  2019,  19 Uhr:    Helmut Oberst, Pforzheim

Kolosseum, Tod am Nachmittag

Das „Flavische Amphitheater“ ist das wohl bekannteste Bauwerk des antiken Rom. Es gilt als Symbol für Roma aeterna, die „ewige Stadt“ Rom.  Als architektonisches Meisterwerk ohne Beispiel war es Schau­platz grausamer Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen.  Im Laufe der weiteren Geschichte diente es als Stein­bruch, Ställe für Zugtiere wurden hineingebaut, aber auch Häuser mit Gärten und Höfen; mehrere Adels­familien hatten hier ihre Palazzi.  Das Christentum machte es zum Monument für die Märtyrer; baute klei­ne Häuser (Ädicula) mit den 12 Kreuzwegstationen.  Jeden Karfreitag betet der Papst auch heute noch im Kolosseum den Kreuzweg.

 

19.  Juli  2019,  19 Uhr:    Dr. des. Hans-Ulrich Kühn, Eberdingen-Hochdorf

Syrien – Ein altes Kulturland wird zerstört

Neben der aktuellen Situation, die für Millionen von Menschen immer dramatischer zu werden scheint, hat die kriegerische Auseinandersetzung noch eine ganz andere Dimension: Die Zerstörung von Kultur­werten ersten Ranges.  Wir wollen in einem historischen Streifzug durch die Jahrhunderte den Fokus hierauf richten und einen Bogen schlagen von der Bronzezeit über die Antike und das christliche Byzanz zum frühen Islam und wandern über die Zeit der Kreuzzüge bis in die osmanische Epoche in das 20. Jh.  Wir werden feststellen: Syrien ist die Wiege der Kultur, seine besonderen Schätze der Menschheit sind bedroht oder bereits zerstört.

 

26. Juli  2019,  19 Uhr:    Dr. des. Hans-Ulrich Kühn, Eberdingen-Hochdorf

Die Syrien-Krise und der Islamische Staat (IS)

Seit fast einem halben Jahrzehnt tobt in Syrien ein Bürgerkrieg.  Zahlreiche Gruppen aus dem islamischen Spektrum, das Assad-Regime sowie die Freie Syrische Armee bestimmen den Konflikt.  Mit der Errich­tung des sog. „Islamischen Staates“ und der Proklamation eines „Kalifats“ hat die Lage im Nahen Osten eine neue Stufe der Eskalation erreicht.  Längst ist hieraus ein internationaler Konflikt mit Gefahren für den Weltfrieden geworden.  Die internationale Gemeinschaft steht vor den größten Flüchtlingswellen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, einmalige Stätten des Kulturerbes sind bereits zerstört.  Wir blicken auf die aktuelle Situation und die beteiligten regionalen und internationalen Akteure.

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