Vorträge im Café 

Prof. Dr. Werner Weisweiler organisiert alle 14 Tage einen Gastvortrag in den Räumen des RMR.

 

Einlass ab 18 Uhr - Beginn 19 Uhr - mit Bewirtung - Eintritt frei. 

 

23. Febr.  2018, 19 Uhr: Michael Kuhn, Aachen 

In den Räumen der VR Bank Enz plus eG. Anmeldung erforderlich. 

Der Geschmack des Weltreichs – Einführung in die römische Küche

Der Autor des gleichnamigen historischen Romans ist überzeugt, dass man aus der Esskultur viel über die Menschen erfahren kann.  Schlemmen wie Konsul LUKULLUS oder eher nur vom Notwendigsten leben wie ein Legionär in den gallischen Kriegen?  Ein Greis verriet einst Kaiser Augustus die Unsterblichkeits­formel:  Außen das Lebenselixier Olivenöl und innen der „Aperitif“ Mulsum!  Und die berühmt-berüch­tigte Fischsauce Garum?  Gab es Zucker und Salz?  Inspiriert durch das Kochbuch des Feinschmeckers Marcus Gavius APICIUS kochte der Autor vieles nach – und kam auf den Geschmack.  Die Rezepte, die jeder ohne großen Aufwand nachkochen kann, werden mit historischer Spurensuche verknüpft.  Die kosmopolitischen Römer bezogen ihre Zutaten von überall her, so etwa heute als einheimisch geltende Pflanzen aus dem Nahen Osten oder gar aus China, wie Kirschen, Aprikosen oder Maronen. Der in römischem Gewand auftretende Autor hat neben Repliken von Fundstücken auch einige Köstlichkeiten wie Mulsum, Moretum und römischen Kuchen zum Probieren dabei. Wohl bekomm's wünscht W. Weis­weiler vom Römermuseum.

 

09. März  2018, 19 Uhr: Franz Littmann, Pforzheim

Zwei Freunde der Aufklärung – WEINBRENNER und HEBEL

Die Freundschaft zwischen Johann Peter Hebel (1760 - 1826), Dichter und erster Prälat der badischen Landeskirche, und Friedrich Weinbrenner (1766 – 1826), Architekt und Stadtplaner des Klassizismus in Karlsruhe, ergab sich aus einem weltanschaulichen Gleichklang:  Beide waren Schüler des Karlsruher „Gymnasium illustre“, beide waren Mitglied der Lesegesellschaft, beide waren Aufklärer.  Der Autor erläutert die Gemeinsamkeiten:  Humanismus, Popularästhetik, Selberdenken, neologische Theologie, das Vorbild Antike, das Vorbild Schweiz, Maß und Mitte, Toleranz ...

 

23. März  2018, 19 Uhr: Thomas Küntzel, Göttingen

Rom an der Enz?  Die Pforzheimer Altstadt im 11./12. Jahrhundert

Im Kontext der Grabungen auf dem Rathaushof, gelang es, den Stadtplan der Neustadt zu entziffern.  Doch auch die Geschichte der Altstadt ist demnach zu revidieren.  Die Analyse des Kirchengrundrisses ergab eine auffällige Ähnlichkeit mit der Michaeliskirche in Hildesheim, deren Bau durch die Pilgerfahrt von Bischof Bernward zur Paulskirche in Rom inspiriert worden war.  Sogar der Straßenverlauf gleicht der dortigen Situation und die Lage des Kappelhofes entspricht der der Kaiserpfalz in Goslar, erbaut im 11. Jahrhundert unter planerischen Beteiligung der Hildesheimer Bischöfe.   Wurde die Altstadt als mittelalterlicher Marktort sogar auf päpstliche Anregung hin gegründet?  Der „römische“ Einfluss im Nordschwarzwald erhält damit eine ganz neue Bedeutung.

 

13. April  2018, 19 Uhr: Helmut Oberst, Pforzheim

Streiflichter aus dem Alltag im antiken ROM

Wie haben die Menschen ihre Stadt selbst wahrgenommen?  Was haben sie erlebt und erlitten?  Es werden Berichte, Anekdoten, Episoden und Satiren von Menschen in der pulsierenden Metropole aufgegriffen.  Gebäude und Plätze, Denkmäler und Theater, Tempel und Basiliken werden vorgestellt.  Die Reise mit Dichtern wie Horaz und Ovid, Livius und Vergil taucht in die augusteische Zeit, die Blütezeit der lateini­schen Literatur ein.  Die Mega-Stadt zeigte ihre Licht- und Schattenseiten:  Es gab nicht nur das Rom der Paläste, des Kapitols und des Forums, wo Weltgeschichte geschrieben wurde, sondern auch das Rom der „Subura“, des Proletarierviertels, des Verkehrchaos, des Rotlichts und der Armut.  Von heroischen, ein­drucksvollen Geschehnissen wird berichtet, aber auch von grausamen, albernen und oft frivolen Szenen.

 

27. April  2018, 19 Uhr: Gert Müller, Remchingen

Ziemlich beste Freunde – Deutsche und Franzosen im Lauf der Geschichte

Teil I:  Von der Einheit zur Zwietracht (800 – 1870)

Das Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen war erst in den letzten Jahrzehnten ein Miteinander, über Jahrhunderte oft ein Nebeneinander und meist ein Gegeneinander.  Der erste Teil des Vortrags stellt die Entwicklung seit Karl dem Großen dar, über die kriegerischen Konflikte seit der frühen Neuzeit bis hin zum ausgeprägten Nationalismus des 19. Jahrhunderts.   Dabei wird auch immer wieder unsere Grenz­region mit einbezogen werden, litt sie doch besonders unter dieser „Erbfeindschaft“.

 
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